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Porträt von Lena HartmannRedaktion LegalwettenVon Lena Hartmann · Aktualisiert 30.06.2026

Wettsteuer bei Sportwetten: 5,3 % einfach erklärt

Wer in Deutschland Sportwetten platziert, begegnet früher oder später der Wettsteuer von 5,3 Prozent. Sie wirkt auf den ersten Blick wie ein kleines Detail, kann aber spürbar beeinflussen, wie viel von Einsatz und Gewinn am Ende übrig bleibt. In diesem Ratgeber erklären wir, was die Wettsteuer genau ist, worauf sie erhoben wird, wie unterschiedliche Anbieter damit umgehen und was das an einem konkreten Beispiel bedeutet.

Was ist die Wettsteuer?

Die Wettsteuer ist eine gesetzlich vorgeschriebene Abgabe auf Sportwetten in Deutschland. Sie beträgt 5,3 Prozent und ist Teil des regulierten Rahmens, dem alle lizenzierten Anbieter unterliegen. Die Steuer fällt unabhängig davon an, ob eine Wette gewonnen oder verloren wird, denn sie knüpft an den Wetteinsatz an, nicht an einen möglichen Gewinn.

Steuer auf den Einsatz, nicht auf den Gewinn

Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, die Wettsteuer würde vom Gewinn abgezogen. Tatsächlich wird sie auf den Wetteinsatz erhoben. Das ist ein wichtiger Unterschied: Die Bemessungsgrundlage ist der Betrag, den man setzt, nicht der Betrag, den man im Erfolgsfall zurückbekommt. Dadurch ist die Höhe der Steuer schon bei der Platzierung der Wette bekannt und hängt nicht vom Ausgang ab.

Anbieter, die die Steuer übernehmen, und solche, die sie weitergeben

In der Praxis gibt es zwei grundsätzliche Modelle, wie Anbieter mit der Wettsteuer umgehen.

Der Anbieter übernimmt die Steuer

Manche Anbieter übernehmen die Wettsteuer vollständig selbst. In diesem Fall wird dem Wettenden nichts abgezogen: Der gesamte Einsatz fließt in die Wette ein, und ein eventueller Gewinn wird in voller Höhe zur vereinbarten Quote ausgezahlt. Für den Wettenden ist dieses Modell am vorteilhaftesten, da die Steuer den eigenen Ertrag nicht schmälert.

Der Anbieter gibt die Steuer weiter

Andere Anbieter geben die Wettsteuer an die Kundschaft weiter. Das kann auf zwei Wegen geschehen: entweder durch einen Abzug vom Einsatz, sodass nur ein Teil des eingezahlten Betrags tatsächlich in die Wette fließt, oder durch einen Abzug vom Gewinn im Erfolgsfall. In beiden Fällen reduziert sich der effektive Ertrag gegenüber einem Anbieter, der die Steuer übernimmt.

Welches Modell ein Anbieter wählt, gehört zu den Punkten, die man beim Vergleich berücksichtigen sollte. Es lohnt sich, dies neben den eigentlichen Quoten zu betrachten. Wie sich Quoten und ihre Auszahlung vergleichen lassen, behandeln wir gesondert in unserem Ratgeber-Bereich.

Ein Rechenbeispiel

Angenommen, man setzt 100 Euro auf eine Wette mit einer Quote von 2,0.

Das Beispiel zeigt, dass sich die 5,3 Prozent über viele Wetten hinweg deutlich bemerkbar machen können. Wer regelmäßig wettet, sollte daher genau hinsehen, wie der gewählte Anbieter mit der Steuer umgeht.

Häufige Fragen zur Wettsteuer

Wird die Wettsteuer auf den Einsatz oder den Gewinn erhoben?

Die Wettsteuer von 5,3 Prozent wird auf den Wetteinsatz erhoben, nicht auf den Gewinn. Die Höhe steht damit bereits bei der Platzierung der Wette fest und ist unabhängig vom Ausgang.

Übernehmen alle Anbieter die Wettsteuer?

Nein. Manche Anbieter übernehmen die Steuer vollständig, andere geben sie über einen Abzug vom Einsatz oder vom Gewinn an die Kundschaft weiter. Das sollte man beim Vergleich berücksichtigen.

Wie hoch ist die Wettsteuer in Deutschland?

Sie beträgt 5,3 Prozent und gilt für lizenzierte Sportwettenanbieter im regulierten deutschen Markt. Erhoben wird sie auf den Wetteinsatz.

Fällt die Wettsteuer auch auf Gratiswetten an?
Bei echten Gratiswetten (Freebets) ohne eigenen Einsatz entsteht für dich kein steuerpflichtiger Einsatz, daher fällt darauf keine Wettsteuer an. Auf einen daraus erzielten Gewinn können je nach Anbieter dennoch 5,3 % anfallen – die genaue Handhabung steht in den Bonusbedingungen des jeweiligen Buchmachers.

Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe unter der BZgA-Beratung (0800 1 37 27 00). Teilnahme ab 18 Jahren.