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Porträt von Lena HartmannRedaktion LegalwettenVon Lena Hartmann

Lizenz und Regulierung

Geprüfte Anbieter mit deutscher Lizenz

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Eine deutsche Lizenz ist das wichtigste Sicherheitsmerkmal, auf das man bei der Wahl eines Sportwettenanbieters achten sollte. Sie bedeutet, dass ein Buchmacher den strengen Vorgaben des deutschen Glücksspielrechts unterliegt, dass Spielerschutzsysteme greifen und dass Einzahlungen sowie Gewinne in einem regulierten Rahmen bewegt werden. Auf dieser Seite erklären wir, wie die Regulierung in Deutschland funktioniert, wofür die zuständige Behörde steht, wie man eine gültige Lizenz überprüft und warum wir auf legalwetten.de ausschließlich lizenzierte Anbieter listen.

Die GGL und der Glücksspielstaatsvertrag 2021

Grundlage der heutigen Regulierung ist der Glücksspielstaatsvertrag von 2021, mit dem die Bundesländer einen einheitlichen rechtlichen Rahmen für Sportwetten und andere Glücksspielformen geschaffen haben. Vor diesem Vertrag herrschte über Jahre eine rechtliche Grauzone. Seit 2021 ist klar geregelt, unter welchen Bedingungen Sportwetten in Deutschland angeboten werden dürfen.

Für die zentrale Aufsicht ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) zuständig. Sie erteilt die Erlaubnisse für Sportwettenanbieter, überwacht die Einhaltung der Vorgaben und geht gegen unerlaubte Angebote vor. Ein Anbieter, der in Deutschland legal Sportwetten anbieten will, benötigt eine von der GGL erteilte Erlaubnis.

Was eine deutsche Lizenz bedeutet

Eine deutsche Lizenz ist mehr als ein formaler Stempel. Sie verpflichtet den Anbieter zur Einhaltung eines ganzen Bündels an Vorgaben, die dem Schutz der Wettenden dienen. Dazu gehören technische Anbindungen an zentrale Schutzsysteme, klare Grenzen bei Einzahlungen, eine verpflichtende Verifizierung der Kundinnen und Kunden sowie transparente Regeln rund um die Wettsteuer. Ein lizenzierter Anbieter steht damit unter laufender Aufsicht und muss seine Prozesse regelmäßig nachweisen.

Die Whitelist der GGL: So prüfen Sie einen Anbieter

Wer wissen möchte, ob ein Anbieter tatsächlich über eine gültige deutsche Erlaubnis verfügt, muss sich nicht auf Werbeaussagen verlassen. Die GGL führt eine offizielle Liste der erlaubten Anbieter, die sogenannte Whitelist, die auf der offiziellen Website der Behörde einsehbar ist. Dort lässt sich nachprüfen, welche Veranstalter eine Erlaubnis für Sportwetten besitzen.

Die Vorgehensweise ist einfach: Man ruft die offizielle Seite der GGL auf, sucht die Whitelist für Sportwetten und gleicht den Namen des Anbieters mit den dort gelisteten Veranstaltern ab. Taucht ein Anbieter dort nicht auf, verfügt er nicht über eine gültige deutsche Erlaubnis. Diese Prüfung ist der zuverlässigste Weg, einen seriösen von einem nicht erlaubten Angebot zu unterscheiden.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS und mehr

Der deutsche Regulierungsrahmen legt einen starken Fokus auf den Spielerschutz. Mehrere Systeme und Pflichten greifen ineinander, um problematisches Spielverhalten frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen.

OASIS: Das Sperrsystem

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem. Wer sich selbst sperren lassen möchte oder von Dritten gesperrt wird, ist über dieses System bei allen lizenzierten Anbietern gleichzeitig vom Spiel ausgeschlossen. Vor jeder Teilnahme prüfen lizenzierte Anbieter, ob eine Sperre vorliegt. Eine Selbstsperre ist ein wirksames Instrument für Menschen, die eine Spielpause einlegen oder dauerhaft aufhören möchten.

LUGAS: Die Aktivitätsdatei

LUGAS ist die zentrale Aktivitätsdatei, die anbieterübergreifend erfasst, was ein Konto bewegt. Über LUGAS wird unter anderem das anbieterübergreifende Einzahlungslimit überwacht. Außerdem stellt das System sicher, dass eine Person nicht gleichzeitig bei mehreren Anbietern parallel aktiv ist, ohne dass dies erkannt wird.

Panikschaltfläche und Einsatzlimits

Lizenzierte Anbieter müssen eine Panikschaltfläche bereitstellen, über die sich Wettende mit einem Klick für einen festgelegten Zeitraum vom Spiel ausschließen können. Hinzu kommen individuell einstellbare Einsatz- und Einzahlungslimits, mit denen sich das eigene Spielverhalten von vornherein begrenzen lässt. Diese Werkzeuge sind verpflichtender Bestandteil jedes lizenzierten Angebots.

Das anbieterübergreifende Einzahlungslimit

Eine zentrale Schutzmaßnahme ist das standardmäßige Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat. Es gilt nicht je Anbieter, sondern anbieterübergreifend über alle lizenzierten Glücksspielanbieter hinweg und wird über LUGAS kontrolliert. Damit wird verhindert, dass durch das Verteilen auf mehrere Konten unkontrolliert hohe Summen eingezahlt werden. Wie sich das Limit im Alltag auswirkt, erläutern wir ausführlicher auf unserer Seite zu den Zahlungsmethoden.

Die Wettsteuer von 5,3 Prozent

In Deutschland fällt auf Sportwetten eine Wettsteuer von 5,3 Prozent an. Sie wird auf den Wetteinsatz erhoben. Wie die Anbieter damit umgehen, unterscheidet sich: Manche übernehmen die Steuer und ziehen sie dem Wettenden nicht ab, andere geben sie weiter. Was das konkret für den eigenen Einsatz und einen möglichen Gewinn bedeutet, erklären wir im Detail in unserem Ratgeber-Bereich.

Warum wir nur lizenzierte Anbieter listen

Auf legalwetten.de finden sich ausschließlich Anbieter mit einer gültigen deutschen Erlaubnis. Das ist eine bewusste Entscheidung. Nur bei lizenzierten Anbietern greifen die Schutzsysteme OASIS und LUGAS, nur dort gelten die gesetzlichen Limits, und nur dort bewegt man sich in einem rechtssicheren Rahmen.

Unsere Redaktion prüft jeden gelisteten Anbieter anhand der offiziellen Whitelist der GGL und gleicht die Angaben regelmäßig ab. Wir bewerten Anbieter nach nachvollziehbaren, sachlichen Kriterien und aktualisieren unsere Einschätzungen, wenn sich der Lizenzstatus oder die Bedingungen ändern. Damit möchten wir eine verlässliche Orientierung bieten, die auf überprüfbaren Tatsachen beruht und nicht auf Werbeversprechen. Anbieter ohne gültige deutsche Erlaubnis nehmen wir grundsätzlich nicht auf.

Häufige Fragen zu Lizenz und Regulierung

Wie erkenne ich einen Anbieter mit deutscher Lizenz?

Am sichersten über die offizielle Whitelist der GGL auf deren Website. Dort sind alle Veranstalter mit gültiger Erlaubnis für Sportwetten aufgeführt. Taucht ein Anbieter dort nicht auf, hat er keine gültige deutsche Erlaubnis.

Was ist der Unterschied zwischen OASIS und LUGAS?

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, über das sich Personen vom Glücksspiel ausschließen lassen. LUGAS ist die Aktivitätsdatei, die anbieterübergreifend die Aktivität und das Einzahlungslimit überwacht. Beide Systeme greifen bei allen lizenzierten Anbietern.

Gilt das 1.000-Euro-Limit für jeden Anbieter einzeln?

Nein. Das standardmäßige Limit von 1.000 Euro pro Monat gilt anbieterübergreifend und wird über LUGAS kontrolliert. Es summiert sich über alle lizenzierten Anbieter hinweg und lässt sich nicht durch zusätzliche Konten erhöhen.

Wer beaufsichtigt die Sportwettenanbieter in Deutschland?

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL, mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die Erlaubnisse, überwacht die Einhaltung der Vorgaben und geht gegen unerlaubte Angebote vor.

Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe unter der BZgA-Beratung (0800 1 37 27 00). Teilnahme ab 18 Jahren.